Im Bereich Model-Booking und Werbung ist der Begriff Buyout zentral. Er beschreibt die Vergütung der Nutzungsrechte einer Medienproduktion und ergänzt das eigentliche Modelhonorar. Die Gesamtvergütung teilt sich also in zwei Bestandteile: Honorar + Buyout.
Rechtliche Grundlage
Buyouts leiten sich aus dem Urheberrecht und dem Recht am eigenen Bild ab. Mit der Buyout-Vergütung willigt das Model ein, dass seine Person zur Bewerbung eines Produkts, einer Marke oder Kampagne genutzt werden darf. Je nach Nutzungsintensität unterscheiden sich Höhe und Dauer der Buyout-Zahlungen.
Die drei Dimensionen eines Buyouts
- Räumlich: In welchen Regionen oder Ländern wird geworben (z. B. national, EU-weit, weltweit)?
- Zeitlich: Für welchen Zeitraum gilt die Nutzung (z. B. 3 Monate, 1 Jahr, unbefristet)?
- Sachlich: Über welche Medienkanäle erfolgt die Verbreitung (z. B. TV, Print, Online, Social Media, Out-of-Home)?
Beispiel einer Buyout-Klausel
Modelhonorar: 1.000 €
Buyout: 350 %
Gebiet: Deutschland
Medien: TV, Kino und Online (inkl. Social Media, paid & organic)
Laufzeit: 3 Monate für TV/Kino, Online und Social Media unbefristet
→ Gesamtvergütung: 1.000 € Honorar + 3.500 € Buyout = 4.500 € Abzüglich der Agenturprovision.
Warum Buyouts wichtig sind
- Fairness: Models erhalten eine angemessene Vergütung für die Reichweite und Dauer der Nutzung.
- Rechtssicherheit: klare Definition schützt Auftraggeber & Talente gleichermaßen.
- Kalkulierbarkeit: Kampagnenkosten können besser geplant werden.
Fazit
Buyouts sind ein fest etablierter Bestandteil der Modelbranche. Sie schaffen Transparenz und sichern ab, dass Reichweite, Medienkanäle und Laufzeiten fair vergütet werden – sowohl für Marken als auch für Talente.
Weiterführend:
- Agenturprovision – wie Provisionen auf Buyouts wirken
- Buchungsbestätigung – rechtliche Grundlage jeder Buchung
- Briefing – Details für Models & Produktionen